Blog wuuza

Im Laufe unserer Internet-Recherchen sind wir auf den Blog "wuuza" von Herrn Leonhardt gestoßen. Auf seinen Blog hatte er ein Artikel über das Girlloverforum verfasst, welcher nicht den Tatsachen entsprach und über Pädophile falsch berichtete. Dies hat uns dazu veranlasst Folgende E-mail zu schreiben:


Sehr geehrter Herr Leonhardt,

wir vom PGB haben Kenntnis davon erhalten, dass in Ihrem Blog über das Thema Pädophilie (http://www.wuuza.de/2011/03/10/gegen-kindesmissbrauch-nur-wer-wegschaut-ist-schuldig/) diskutiert wird. Leider mussten wir feststellen, dass die Darstellungen in weiten Teilen nicht der Realität entsprechen. Als Interessengemeinschaft pädophiler und nicht pädophiler Menschen möchten wir daher wie folgt dazu Stellung nehmen:

Pädophile Menschen sind mit einem geschätzten Anteil von 1-3% an der Bevölkerung eine gesellschaftliche Randgruppe.
Diese Menschen wünschen sich eine gleichberechtigte partnerschaftliche Beziehung mit einem Jungen oder Mädchen im Rahmen der aktuellen Gesetzeslage. Eine solche Beziehung ist anders gestaltet als zwischen erwachsenen Personen und kann vom gemeinsamen Spielen oder Reden bis hin zum Begleiten eines Lebensabschnittes vielfältige Formen haben.
Neben der starken emotionalen Hingezogenheit empfinden Pädophile auch sexuelle Gefühle für Jungen oder Mädchen. Die meisten Pädophilen haben ein sehr hohes Verantwortungsbewusstsein und stellen ihre eigenen sexuellen Bedüfnisse hinter denen des Kindes zurück.
Gewalt jeder Art gegenüber Kindern lehnen Pädophile ab.

Entgegen gesellschaftlicher Vorurteile und unsachlicher Berichterstattung in den Medien sind Pädophile nicht mit Kinderschändern gleichzusetzen. Der überwiegende Anteil der Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung des Kindes wird durch Ersatzobjekttäter verübt. Diese mehr als 90% der Fälle werden jedoch fälschlicherweise Pädophilen zugeschrieben.

Es gibt für Pädophile praktisch keine Möglichkeit, über ihre Sehnsüchte, Selbstzweifel und Bedürfnisse mit anderen Menschen zu kommunizieren oder sich an gangbaren Lebensentwürfen zu orientieren. Die wenigen Chancen beschränken sich zumeist auf Diskussionsforen im Internet, in denen sie sich im legalen Rahmen über Konflikte und Probleme mit ihrer Neigung austauschen können.
Diese Foren sollen Pädophilen insbesondere dabei helfen, ihre spezielle Vorstellung von Partnerschaft kritisch zu reflektieren und einen verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Neigung zu bekommen, damit sie ein lebenswertes und straffreies Leben führen können.

Als Ansprechpartner und Helfer für Betroffene und Angehörige von Pädophilen möchte der PGB mit diesem Schreiben auf Informationsdefizite in den Medien hinweisen und für einen sachlichen Umgang mit der Thematik werben.

Der PGB freut sich auf Ihren Besuch unter: https://pgb-online.net

Gerne diskutieren wir dort mit Ihnen auch kontroverse Standpunkte aus Ihrem Blog, um Berührungsängste zu überwinden und weitere Vorurteile abzubauen.

Mit freundlichen Grüßen
PGB - Pädophilen-Gemeinschafts-Bund


Nach Nichtreaktion seitens Herrn Leonhardt, schrieben wir 2 Erinnerungsmails, welche ihn anscheinend dazu veranlasst hat, den Artikel von seinem Blog zu löschen. Auf unser Diskussionsangebot wurde leider nicht eingegangen.