Sachsenspiegel extra am 24.08.2011

Am 24.08.2011 um 21:15 Uhr wurde in dem Nachrichtenmagazin SachsenSpiegel extra des MDR über unseren Flyer berichtet.
Zu der unsachlichen Berichterstattung haben wir mit E-Mail vom 08.10.2012 an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! wie folgt Stellung genommen:


Sehr geehrte Damen und Herren,

von ihrem Sendebeitrag im SachsenSpiegel extra vom 24.08.2011, 21:15 Uhr
haben wir erst vor einigen Tagen erfahren. Den Inhalt haben wir mit
einigem Erstaunen zur Kenntnis genommen. Sie nehmen dort Bezug auf
unseren Flyer, allerdings berichten Sie in ihrem Beitrag überwiegend in
unsachlicher Form.

In der Anmoderation des Beitrages heißt es, dass mit unserem Flyer
angeblich versucht werden soll, Sex mit Kindern zu bagatellisieren.
Diese Annahme ist falsch, was Sie sicherlich ohne Zweifel hätten selbst
feststellen können, wenn Sie sich tatsächlich die Mühe gemacht hätten,
sich mit unserem Flyer sachlich auseinanderzusetzen.

Der PGB ist eine Interessengemeinschaft pädophiler und nicht-pädophiler
Menschen, die das in der Gesellschaft verbreitete, verfälschte Bild über
Pädophile und Pädophilie in ein realistischeres wandeln möchten.

Hierzu benennen wir in unserem Flyer Fakten, die für jeden
nachvollziehbar und überprüfbar sind. Auf wesentliche Fakten, wie dem
Anteil von Ersatzobjekttäter an sexuellem Missbrauch von Kindern gehen
Sie gar nicht erst ein. Dass Pädophile sich eine dauerhaft
funktionierende Beziehung mit einem Kind wünschen, die von Zuneigung,
Vertrauen, Respekt und Achtung geprägt ist, und daher die meisten
Pädophile ihre sexuellen Wünsche gar nicht ausleben wollen, verschweigen
Sie.

In ihrem Beitrag wird der Verdacht geäußert, das Ziel unseres Flyers
wäre wahrscheinlich, den sexuelle Missbrauch mit Kindern durch die
Hintertür zu betreiben. Wir weisen diesen Vorwurf ganz entschieden
zurück. In unserem Flyer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass jede
Intimität mit einem Kind strafbar ist und es sich im juristischen Sinne
immer um sexuellen Missbrauch handelt. Außerdem weisen wir darauf hin,
dass sexueller Missbrauch oftmals im familiären Umfeld, vielfach unter
Anwendung von Gewalt, stattfindet. Von einer Verharmlosung von
strafbaren Handlungen kann somit keine Rede sein.

Dass die Gesetze keinen Unterschied zwischen gewollten und nicht
gewollten intimen Kontakten mit Kindern machen, können Sie anhand von
Kriminalstatistiken und Gerichtsurteilen sehr leicht selbst überprüfen.
Den Statistiken können Sie ebenfalls entnehmen, dass selbst gegen Kinder
immer mehr Ermittlungen eingeleitet werden. Hieraus abzuleiten, dem PGB
ginge es ausschließlich um die Legalisierung sexueller Handlungen mit
Kindern, weisen wir jedoch zurück.

Es gibt für Pädophile praktisch keine Möglichkeit, über ihre Sehnsüchte,
Selbstzweifel und Bedürfnisse mit anderen Menschen zu kommunizieren oder
sich an gangbaren Lebensentwürfen zu orientieren. Die wenigen Chancen
beschränken sich zumeist auf Diskussionsforen im Internet, in denen sie
sich im legalen Rahmen über Konflikte und Probleme mit ihrer Neigung
austauschen können.

Der PGB möchte daher pädophilen Mitmenschen dabei helfen ihre Neigung zu
akzeptieren sowie Unterstützung geben um ein straffreies Leben in der
Gesellschaft zu ermöglichen. Dies dient auch dem Zweck, Kinder davor zu
schützen in Konflikte mit der Gesellschaft zu geraten. Wir sehen uns in
diesem Zusammenhang daher als Alternative zu den in ihrem Beitrag
angesprochenen Präventionsmaßnahmen. Trotz fragwürdiger Berichtersattung
durch die Massenmedien werden die Betroffenen und Interessierten auf die
bestehenden Hilfsangebote aufmerksam und informieren sich unabhängig.
Die Resonanz ist differenzierter und bestärkt die ehrenamtlichen Helfer
in ihrer Arbeit.

Gleichzeitig möchten wir auf Informationsdefizite in den Medien
hinweisen und für einen sachlichen Umgang mit der Thematik werben.

Wir hoffen, dass Sie im Interesse einer objektiven Berichterstattung
ihre Leser nunmehr in sachlicher Form über den PGB informieren werden.

Ausdrücklich möchten wir darauf hinweisen, daß es sich bei der in
unserem Impressum angegebenen Anschrift um eine reguläre Postanschrift
handelt, jedoch steht der PGB mit anderen Angeboten, die über eine
vergleichbare Postanschrift verfügen, nicht in Zusammenhang.

Mit freundlichen Grüßen
PGB - Pädophilen-Gemeinschafts-Bund

Eine Rückantwort seitens des MDR erhielten wir jedoch nicht.