protectchildrenonthenet.com

Im Rahmen unserer Internetrecherche sind wir im Juli 2011 auf das Webseite http://protectchildrenonthenet.com/de/ aufmerksam geworden. Die Internetseite setzt sich für einen „Notrufknopf“ für Kinder ein, um Kinder vor Pädophilen zu schützen.

Zu der unsachlichen Darstellung von Pädophilen haben wir am 17.07.2011 per E-Mail an die Redaktionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz Stellung genommen

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir vom PGB haben Kenntnis davon erhalten, dass auf Ihrer Webseite http://protectchildrenonthenet.com/de/ über das Thema Pädophilie geschrieben wird. Leider mussten wir feststellen, dass die Darstellungen in weiten Teilen nicht der Realität entsprechen. Als Interessengemeinschaft pädophiler und nicht pädophiler Menschen möchten wir daher wie folgt dazu Stellung nehmen:

Pädophile Menschen sind mit einem geschätzten Anteil von 1-3% an der Bevölkerung eine gesellschaftliche Randgruppe.
Diese Menschen wünschen sich eine gleichberechtigte partnerschaftliche Beziehung mit einem Jungen oder Mädchen im Rahmen der aktuellen Gesetzeslage. Eine solche Beziehung ist anders gestaltet als zwischen erwachsenen Personen und kann vom gemeinsamen Spielen oder Reden bis hin zum Begleiten eines Lebensabschnittes vielfältige Formen haben.
Neben der starken emotionalen Hingezogenheit empfinden Pädophile auch sexuelle Gefühle für Jungen oder Mädchen. Die meisten Pädophilen haben ein sehr hohes Verantwortungsbewusstsein und stellen ihre eigenen sexuellen Bedüfnisse hinter denen des Kindes zurück.
Gewalt jeder Art gegenüber Kindern lehnen Pädophile ab.

Entgegen gesellschaftlicher Vorurteile und unsachlicher Berichterstattung in den Medien sind Pädophile nicht mit Kinderschändern gleichzusetzen. Der überwiegende Anteil der Taten gegen die sexuelle Selbstbestimmung des Kindes wird durch Ersatzobjekttäter verübt. Diese mehr als 90% der Fälle werden jedoch fälschlicherweise Pädophilen zugeschrieben.

Es gibt für Pädophile praktisch keine Möglichkeit, über ihre Sehnsüchte, Selbstzweifel und Bedürfnisse mit anderen Menschen zu kommunizieren oder sich an gangbaren Lebensentwürfen zu orientieren. Die wenigen Chancen beschränken sich zumeist auf Diskussionsforen im Internet, in denen sie sich im legalen Rahmen über Konflikte und Probleme mit ihrer Neigung austauschen können.
Diese Foren sollen Pädophilen insbesondere dabei helfen, ihre spezielle Vorstellung von Partnerschaft kritisch zu reflektieren und einen verantwortungsbewussten Umgang mit ihrer Neigung zu bekommen, damit sie ein lebenswertes und straffreies Leben führen können.

Als Ansprechpartner und Helfer für Betroffene und Angehörige von Pädophilen möchte der PGB mit diesem Schreiben auf Informationsdefizite in den Medien hinweisen und für einen sachlichen Umgang mit der Thematik werben.

Der PGB freut sich auf Ihren Besuch unter: https://pgb-online.net

Gerne diskutieren wir dort mit Ihnen auch kontroverse Standpunkte, um Berührungsängste zu überwinden und weitere Vorurteile abzubauen.

Mit freundlichen Grüßen
PGB - Pädophilen-Gemeinschafts-Bund



Leider erhielten wir auch auf unsere Erinnerung vom 01.09.2011 keinerlei Rückantwort. Unser Unverständnis hierüber haben wir mit einer letzten E-Mail vom 02.10.2011 zum Ausdruck gebracht:

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

bedauerlicherweise mußten wir zur Kenntnis nehmen, daß Sie auch auf unsere letzte Erinnerung vom 01.09.2011 nicht reagiert haben.

Wir müssen daher davon ausgehen, daß Sie an einer konstruktiven Diskussion mit uns und einer objektiven Berichterstattung keinerlei Interesse haben.

Wir behalten uns daher ausdrücklich vor, auf unseren Seiten auf diesen Umstand hinzuweisen.

Sollten Sie jedoch wider Erwarten an einer konstruktiven Diskussion mit uns interessiert sein, können Sie uns jederzeit eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! senden.

Mit freundlichen Grüßen
PGB - Pädophilen-Gemeinschafts-Bund